Projekte

Seit den 1970er Jahren beobachten wir einen anhaltenden Geschichtsboom: Geschichte interessiert, unterhält und dient nicht selten der Aushandlung individueller wie auch kollektiver Identitäten. Das vergangenheitsbezogene Erzählen in unterschiedlichen medialen Formen und Formaten, das Geschichtemachen innerhalb wie außerhalb der Universität steht im Mittelpunkt unserer Projekte. Public History verstehe ich als eine erweiterte Historiographiegeschichte – performative Historiographie als historische Sinnbildung.

Laufende Projekte (2021)

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SocialMediaHistory

Geschichte und Demokratie auf Instagram und TikTok
Ein Citizen-Science-Projekt, in dem wir gemeinsam mit Bürgerforscher:innen die Praktiken des Geschichtemachens auf den Social-Media-Plattformen Instagram und TikTok erforschen.

Geschichte findet statt – auch und gerade in den sozialen Medien! Public History Hamburg, die Geschichtsdidaktik an der Ruhr-Universität Bochum und Kulturpixel e. V. erforschen gemeinsam mit Bürger*innen, wie Geschichte auf Instagram und TikTok erzählt wird. Das Projekt erschließt Formen visueller und partizipativer Historiographie im Internet. Dabei werden gemeinsam Analyse-Werkzeuge entwickelt und eigene Darstellungspraktiken erprobt. Ziel ist es, multiperspektivische und faktenbasierte Geschichtserzählungen und eine kritisch-reflexive Teilhabe an Geschichtsdiskursen in sozialen Medien zu ermöglichen und zu fördern.

Laufzeit

2021-2024

Projektpartner

Universität Hamburg
Ruhr-Universität Bochum
Kulturpixel e. V.

Förderung

BMBF


 

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coronarchiv

Sharing is caring – become a part of history!
Ein Crowdsourcing-Projekt zur Dokumentation der Covid-19-Krise.

Irgendwann wird die Covid-19-Pandemie vorbei sein. Wie dann von der „Corona-Krise“ gesprochen und über sie gedacht wird, hängt davon ab, welchen Spuren noch da sind. Ziel des coronarchivs ist es, dafür zu sorgen, dass die Überlieferung dann so vielfältig und facettenreich sein wird, wie die Menschen und ihre Lebenssituationen seit dem Frühjahr 2020.

Laufzeit

seit 03/2020

Projektpartner

Universität Hamburg
Ruhr-Universität Bochum
Justus-Liebig-Universität Gießen

Förderung

Universität Hamburg
Justus-Liebig-Universität Gießen
Ruhr-Universität Bochum
Landeszentrale für politische Bildung Hamburg


 

German Migration to Missouri

Ein transnationales Lehr-Lern-Projekt zur deutschen Migrationsgeschichte

Die USA blicken zurück auf eine reichhaltige deutsche Einwanderungsgeschichte. Seit Gottfried Dudens Migrationsbericht (1829) zog es zahlreiche deutsche Einwanderer und ihre Familien auch nach Missouri, um hier ein neues Leben zu beginnen. Sie entwickelten ein dynamisches gesellschaftliches Leben als Deutsche in Amerika und Deutsch-Amerikaner. Ihre Geschichte erschließen wir seit 2018 in einer Reihe von transnationalen Online-Seminaren.

German Migration to Missouri 2020: Die Kiefer Family Papers

Im Sommer 2018 überreichte Robert „Bob“ Kiefer dem Department of History an der University of Missouri–Kansas City (UMKC) die „Robert Kiefer & Thekla Scholz Collection“, eine Sammlung von Briefen, Postkarten, Dokumenten und Fotografien über das Leben und Wirken der Deutsch-Amerikaner Robert und Thekla. Thekla Scholtz wurden vermutlich 1888 im oberschlesischen Langenbrück geboren und wanderte vor dem Ersten Weltkrieg in die USA aus, wo sie als Kindermädchen in verschiedenen US-Bundesstaaten lebte, unter anderem in Missouri. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann, den Deutschen Robert Kiefer kennen, einen reisenden Musiker und Möbelschreiner, der vor dem Ersten Weltkrieg in den USA arbeitete.

Die Geschichte der Familien Scholz und Kiefer ist dokumentiert in zahlreichen Briefen, Postkarten, Bildern, Tagebüchern und anderen Dokumenten. Sie wurden an der UMKC 2019 gescannt und von Studierenden in Kansas City und Hamburg für das Projekt „German Migration to Missouri“ zugänglich gemacht.

Fünf Universitäten in vier Ländern auf zwei Kontinenten

Das Projektseminar „German Migration to Missouri: Die Kiefer Family Papers“ führte Studierende aus fünf Universitäten in vier Ländern zusammen. Beteiligt waren:

  • University of Missouri–Kansas City | University of Missouri–St. Louis (Prof. Dr. Andrew S. Bergerson)
  • Universität Hamburg (Prof. Dr. Thorsten Logge)
  • Universität Wien (Dr. Li Gerhalter)
  • Uniwersytet Wrocławski (Prof. Dr. Joanna Wojdon)

Die Studierenden arbeiteten mit bislang unerschlossene Primärquellen der Kiefer-Scholz Collection, transkribierten handschriftliche Quellen, recherchierten historische Kontexte und analysierten gemeinsam und in internationalen Teams das Quellenmaterial.

Das Projektseminar im Sommersemester 2020 war bereits der zweite Teil des Projekts „German Migration to Missouri“. Ein erster Durchlauf des Projektseminars führte im Herbst-/Wintersemester 2018/19 Studierende der Universities of Missouri in Kansas City (UMKC) und St. Louis (UMSL), USA, sowie der Universität Hamburg (UHH) in einem kollaborativen, transatlantischen Online-Seminar zusammen.

E-Books

Die Arbeitsergebnisse der beiden Projektseminare wurden in E-Books veröffentlicht:

Im Februar 2021 wurde das E-Book „From Langenbrück to Kansas City“ mit den Arbeitsergebnissen der Studierenden im Verlag der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg veröffentlicht.

„From Langenbrück to Kansas City. The Kiefer-Scholz Family. German Migration to Missouri [2.0/2021], Hamburg 2021.

Anfang September 2019 wurde das E-Book „German Migration to Missouri“ mit den Arbeitsergebnissen der Studierenden im Verlag der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg veröffentlicht.

„German Migration to Missouri. A Transnational Student Research Project [1.0/2019]“, Hamburg 2019.


 

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Mikado Zeitreise – Geschichte für Kinder

Geschichtspodcast für Kinder (NDR)

Katharina Mahrenholtz und Katja Essbach vom NDR haben sich den Kinder-Geschichtspodcast „Mikado Zeitreise“ ausgedacht. Gemeinsam mit Cleo Punkt Patra, der von Maja Bahtijarevic gesprochenen Moderatorin der (fiktiven) Radiosendung  „Sssst Timespin“, kommentiere ich als Studiogast in bislang acht Podcastfolgen die Erlebnisse der Zeitreporter Taylor, Alex und Henry.

Die Sendung bietet einen Erstkontakt mit Themen der Geschichte und weckt vielleicht Interesse und Lust, sich später einmal intensiver mit den hier angerissene(n) Geschichte(n) zu beschäftigen.